Referenten

Im Februar 2010, 125 Jahre nach der unheilvollen Kongo-Konferenz oder auch „Berliner Afrika Konferenz“ von 1884/85, lud die Werkstatt der Kulturen zur Geschichtskonferenz „1884“ ein.

Musiker_innen afrikanischer Herkunft waren zu Vorträgen, Filmvorführungen und Workshops geladen, thematisch verhandelt wurde „Die Geschichte Afrikas vor der Kolonialinvasion“, „Sprachenpolitiken in Afrika“, „Kolonialismus im Film“ sowie „Afrikanische Widerstandsbewegungen gegen die koloniale Unterwerfung“.

Die Workshops präsentierten unterschiedliche Ansätze, um zu verdeutlichen, was die Kolonialherrschaft aus der Perspektive der europäischen Länder bewirken sollte und wie erfolgreich die europäische Kolonialideologie in ihrer Systematik funktionierte.

Der Linguist Prof. Dr. Kofi Yakpo etwa zeichnete nach, wie die Sprachenpolitik der Kolonialmächte zur Entwertung afrikanischer Sprachen und der eigenen kulturellen Identitäten führte und somit als Mittel zum europäischen Machterhalt diente.

Der Politikwissenschaftler Joshua Kwesi Aikins legte seinen Fokus auf die alltägliche Gegenwart der kolonialen Vergangenheit in Berlin. Dabei arbeitete er in seinem Vortrag mit einer Multimediapräsentation aus virtuellen Stadtkarten, Video- und Musikstücken.

Ähnlich gingen die beiden Filmwissenschaftler Hakim El-Hachoumi und Enoka Ayemba vor. In ihren Workshops zeigten sie Filmausschnitte, die mit den teils sehr unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen der Musikerinnen und Musiker abgeglichen und diskutiert wurden. *

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„1884“ ist eine Produktion der

Künstlerische Gesamtleitung: Philippa Ebéné

Musikalische Leitung: Jonas „Bibi“ Hammond

Band Leitung: Abdourahmane Gilbert Diop

Wir danken für die Unterstützung von

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Das Album kann bestellt werden bei: jonasbibihammond@googlemail.com
Die Cd „1884“, das sind 13 Titel, ein umfangreiches Booklet mit Liedtexten in den afrikanischen Sprachen Fanti, Malinké, Pidgin, Swaheli, Lingala, Wolof, Zulu sowie in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch jeweils mit deutschen Übersetzungen, sowie eine Zeittafel, die Stationen des antikolonialen Widerstandes skizziert.

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*aus dem Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung:

Kolonialgeschichte in Noten

Wie das Berliner Band-Kollektiv „1884“ musikalisch zur historischen Bildung beiträgt

https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/kulturelle-bildung/143776/kolonialgeschichte-in-noten?p=all

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