Band

 

von links: Regis, Daniel, Dizzy, Solo, Yoro, Jonas, Badou, Ange, Sometimer, Joseph,  Sandra, Philadelphia, Evyon
bei 1884-Konzert auf Bayreuther „BIGSAS Festival
Afrikanischer und Afrikanisch-Diasporischer Literaturen“, 2011 (© Daniela Incoronato)
1884-Konzert auf Bayreuther „BIGSAS Festival
Afrikanischer und Afrikanisch-Diasporischer Literaturen“, 2011 (© Daniela Incoronato)

decolonize with music: 1884 – das dekoloniale Berliner Band-Kollektiv

Musikerinnen und Musiker afrikanischer Herkunft nahmen im November 2010, 125 Jahre nach der unheilvollen Berliner Konferenz, auf Einladung der Berliner WERKSTATT DER KULTUREN, an der Geschichtskonferenz „1884“ teil, die sich mit den Folgen der so genannten „Kongo Konferenz“ oder auch „Berliner Afrika-Konferenz“ von 1884/1885 und dem Kolonialismus befasste.

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Unter der Leitung des Musik-Produzenten Jonas „Bibi“ Hammond entwickelten sie währenddessen gemeinsam Musik, die sich kritisch mit den historischen Ereignissen und ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinandersetzt.

JONAS BIBI HAMMOND 

Jonas Bibi Hammond, (Gesang, Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboards, EFX, Orchestrierung): Der Schlagzeuger und Bassgitarrist wuchs kurz nach der Unabhängigkeit Ghanas in einer Politikerfamilie auf.

International unterwegs (Westafrika, Großbritannien, Arabien), produzierte er u.a. den legendären Godfather of Numbian Music Ali Hassan Kuban und die sudanesische Henna Queen Setona, Guy Warren und dessen Sohn Glenn Ghanababa Waren.

Heute lebt der Komponist, Produzent, Arrangeur und (Jazz-)Musiker in Berlin, wo er mit Andy Quist das Zaria Music-Label betreibt. Gemeinsam verlegen die Beiden R’n’B, Jazz, Soul, Pop, Filmmusik und afrikanischen Crossover.

Bibi kuratierte die Konzertreihe „MigrationMusic“ in der WERKSTATT DER KULTUREN und arbeitet an einer Serie von Soundtracks für deutsche Dokumentarfilme.

A. GILBERT DIOP 

Abdourahmane Gilbert Diop (Gesang, Text): Der Doyen der afrikanischen Musikszene Berlins, der die Unabhängigkeitsbewegungen auf dem afrikanischen Kontinent als junger Mann erleben durfte,  stammte aus einer der bedeutendsten Griot*-Familien des Senegals.

Über 25 Jahren lebte er in Europa und arbeitet als Sänger, Schauspieler, Komponist, Perkussionist und Bandleader.

Neben Engagements an der Schaubühne, dem Theater des Westens und der Komischen Oper in Berlin, wo er als Komponist und Musiker arbeitete, gab er immer wieder Konzerte in Frankreich, der Schweiz, Italien und den USA. Abdourahmane Gilbert Diop mixte und verarbeitete europäische Großstadtrhythmen mit Funk, Jazz, Afro-Beat, Salsa und natürlich dem senegalesischen Mbalax.

Im Oktober 2006 gewann er beim Festival des Jazz Award Berlin die ‚Ella’. Im Juni 2007 wurde er mit dem Europäischen Förderpreis für Musik und Friedenskultur geehrt.

Abdourahmane „Gilbert“ Diop – Griotage bei Festivaleröffnung „200 Jahre später…“ Werkstatt der Kulturen, Berlin, 23.11.2008

Ab 2008 war er als Kurator in der WERKSTATT DER KULTUREN tätig und etablierte dort im „Club“ mit TRANSMUSIKALE  die legendären, transkulturellen Konzertreihen die über ein Jahrzehnt an jedem Freitag Abend stattfanden.

Beim NELSON MANDELA FESTIVAL trat er 2008 als Sänger und Griot in der Jazz-Rock-Formation  „Three Kings“ des international renommierten Gitarristen Jean-Paul Bourelly,  dem Bassisten Jonas „Bibi“ Hammond und  Drummer Marlon Browden auf.

2009 eröffnete er in Begleitung seiner Perkussionisten, den beiden Brüdern Yoro und Badou M´Baye, mit einer bewegenden Griotage, das Festival „200 Jahre später…“. das dem Beginn der Beendigung der Mafaa, der Verschleppung und Versklavung Millionen von Afrikaner:innen gedachte. Während der Eröffnungszeremonie des Festivals verlieh der Präsident des UNESCO Exekutivrats, Botschafter Prof. Joseph Olabiyi Babalola Yai den Veranstaltern AfricAvenir und Werkstatt der Kulturen die Toussaint L`Ouverture Medaille, die von der UNESCO für „besondere Beiträge im Kampf gegen Hegemonie, Rassismus und Intoleranz“ vergeben wird. 

Die Medaille wurde von der UNESCO als Teil des „Internationalen Jahres des Gedenkens an den Widerstand gegen die Sklaverei und ihrer Abschaffung“ eingeführt und 2004 erstmals vergeben an den berühmten Dichter und Philosophen Aimé Césaire (Martinique) und Abdias do Nascimento, dem Gründer des „Schwarzen Experimentellen Theaters“ (Teatro Expérimental do Negro), der ersten Organisation, welche die Rehabilitation des afro-brasilianischen Erbes zum Thema ihrer Anti-Diskriminierungsarbeit in Brasilien machte.

Für das Projekt 1884 wirkte der Doyen der transkulturellen Musikszene Berlins als Bandleader des Musiker*innen-Kollektivs „1884“.

Noch kurz vor seinem Tode spielte er am 20. Juli 2012 ein unvergessliches, fulminantes Eröffnungskonzert für das Festival „Die Nächte des Ramadan“ in der WERKSTATT DER KULTUREN.

Wir vermissen unseren Freund und Kollegen, den großen Griot und Musiker Abdourahmane Gilbert Diop, der am 15. August 2012 nach schwerer Krankheit von uns gegangen ist.

R.I.P.

CREMILDO DE CAIFAZ

Cremildo de Caifaz (E-Gitarre): Mit seiner ganz eigenen Spiel- und Fingertechnik zuerst skeptisch beargwöhnt, ist es genau diese Unkonventionalität, die dem mosambikanischen Musiker letztlich den Durchbruch und Auftritte als Lead-Gitarrist bei den ganz Großen der südafrikanischen Musikszene einbrachte. So gab er sich u.a. die Ehre mit Simphiwe Dana „Makwehru“ und Virginia Mukwesha.

Derzeit arbeitet der Wahlberliner Gitarrist und Komponist an seinem Solo-Album „Ciconia – Ciconia“ (z. Dt.: Weißstorch), das im Mai erscheint. Eine musikalische Verarbeitung seiner (Reise-) Erfahrungen von Mosambik, durch den Süden Afrikas entlang der Küste bis nach Deutschland.

ELISAS KACOMANOLIS 

Elias Kacomanolis (Schlagzeug): Afrikanische und kubanische Klänge haben das Leben des gebürtigen Mosambikaner seit seiner Kindheit begleitet. Auch nach Portugal, wo es ihn aus bildungstechnischen Gründen zog.

Seit über 20 Jahren ist der Schlagzeuger und Perkussionist nun auf den Bühnen der Welt unterwegs und durch seine afro-kubanische Drummelange als großartiger Sessionplayer und Performer bekannt.

DIZZY MANDJEKU 

Dizzy Mandjeku bei 1884 Konzert auf Bayreuther „BIGSAS Festival Afrikanischer und Afrikanisch-Diasporischer Literaturen“

Dizzy Mandjeku (E-Gitarre): Der kongolesische Gitarist, Bandleader, Frontmann – oder einfach nur die Jazzlegende.

Dizzy Mandjeku ist eine kongolesische Gitarren-Ikone. Es war Bandleader, u.a. des Orchestre OK Jazz, und eine zentrale Figur der Rumba- und Soukous-Jahre, der goldenen Musikjahre des Kongo. Heute lebt er in Matongé, einem Stadtteil von Brüssel, wo die kongolesische Diaspora zuhause ist.

Ehemaligen Musiker der legendären Formation OK Jazz brachte Dizzy in verschiedenen Konstellationen in seiner Brüsseler Wahlheimat zusammen und erweckte sie damit wieder zum Jazzen.

Mit seiner Band Odemba OK All Stars tourte er England, wo er u. a. auch mit Martin Sinnock kooperierte.

PETER CAMPBELL

Peter „Mamgor“ Campbell (Bass), *1953 – +2011, mischte originäre Klänge aus Gambia mit experimentellen Tunes – und kreierte dabei seinen ganz eigenen Style. Anfangs noch zweigleisig auf Keyboard und Gitarre fahrend, hatte er sich spätestens seit seinem Umzug nach Berlin in den späten 80er Jahren ganz in die Bassgitarre verliebt, wo er u.a. im Rahmen der Gruppe Banjulos-Band aktiv war.

Für das Album „1884“ komponierte der Bassist das Lied „Lat-Dior Diop (Waxon Nako)“. 

Wir werden ihn als humorvollen, sensiblen, herausragenden Künstler und in jeder Hinsicht feinen Menschen in Erinnerung behalten.

Während der Studio-Aufnahmen zu 1884. Solo Sow (links), Dizzy Mandjeku, Peter Campbell (rechts), Ange da Costa (vorne)

Rest in perfect peace Peter.

We thank you for your music.

ANGE DA COSTA 

Ange da Costa bei 1884 Konzert in der WERKSTATT DER KULTUREN

Ange da Costa (Gesang): ‚Soulphisticated’- das ist die perfekte Beschreibung für die vielschichtige Musik des gebürtigen Angolaner. In Deutschland aufgewachsen, in London und Paris studiert – die Musik des Wahlberliners ist genauso kosmopolitisch wie er selbst. Leicht und unbekümmert, nachdenklich und tiefgängig. Eine einzigartige Fusion aus kongolesischer, Melodieführung und African American Soul Music. Ob auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Lingala – Sprache und Gesang verschmelzen bei diesem Sänger, als sei es „the most natural thing”.

REGIS MOLINA

Regis Molina bei 1884 Konzert auf Bayreuther „BIGSAS Festival Afrikanischer und Afrikanisch-Diasporischer Literaturen“

Regis Molina (Flöte, Keyboard Pads, Saxophon, Perkussion): Der preisgekrönte und international renommierte Komponist, Saxophonist, Flötist, Perkussionist und Improvisator stammt ursprünglich aus Havanna, Kuba. Durch seine leidenschaftliche Begeisterung für afro-kubanische Klänge und Modern Jazz ist der Wahlberliner heute ein aktives Mitglied der Berliner Musikszene.

Zu seinen Bühnenerfahrungen zählen u.a. Auftritte mit etablierten Größen der internationalen Jazz-Szene wie Chucho Valdés, Estrellas del Buena Vista Social Club und Afrocuban All Stars, Duquende, Kelvin Sholar, Jeff „Tain“ Watts, Till Brönner, Birelli Lagrene, David Gilmore, Celine Rudolph, Peter Weniger, Jazz Plaza Big Band, Ojos de Brujo, Horace Andy und the Wailers.

Preisgekrönt u.a. mit einem zweiten Platz beim internationalen JoJazz Awards 2004, einem ersten Platz im Folgejahr und einem Zweiten für Komposition (2005); Gewinner des Berlin Blues und Jazz Award 2007 und des Juno Awards 2008.

BADOU M´BAYE 

Badou Mbaye (Djembe, Talking Drum): Der Sänger, Tänzer und Drummer stammt aus einer der berühmten Griot-Familien* des Senegals und ist somit bereits seit der frühesten Kindheit ins Rhythmusbad getaucht. Seit 1992 lebt er als erfahrener Tanz- und Trommellehrer in Berlin, begleitet (internationale) Workshops und Theaterprojekte. 2002 gründete er die (Ableger-)Gruppe XALAAS in Deutschland.

FILY SAKO 

Djelifily Sako, (Kora), der malische Kora-Flüsterer und Sprössling einer Musiker- und Griotfamilie lebt heute in Berlin, wo er traditionelle Musik mit modernen Einflüssen zu jazzigen Klängen verarbeitet. Durch seine ganz eigene Art des Musizierens verzaubert er das Publikum in In- und Ausland.

SOLO SOW 

Solo Sow (Gesang): Der international erfahrene und multitalentierte Guineer lebt seit über 20 Jahren in Berlin, wo er als Komponist, Sänger, Trompeter und Perkussionist aktiv ist.

Er spielte im Haus der Kulturen der Welt und auf dem Karneval der Kulturen, war Mitglied der Gruppen LES TONTONS und der Reggae-Truppe Foo Fannick, trat mit der international renomierten Sängerin Oumou Sangare aus Mali auf, wirkte bei Musikvideos für MTV mit und arbeitete als Synchronsprecher.

1999 gründete Solo Sow die Band KONKOBÁ, mit der er seitdem auf vielen nationalen und internationalen Festivals zu sehen war und ist.

Seine musische Inspiration entnimmt er vor allem den Musikrichtungen HipHop, Dancefloor, House, African Traditionals, Reggae, Dancehall und R’n’B.

„1884“, das sind 13 treibende Songs, ein umfangreiches Booklet mit Liedtexten in den afrikanischen Sprachen Fanti, Malinké, Pidgin, Swaheli, Lingala, Wolof, Zulu sowie in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch jeweils mit deutschen Übersetzungen, sowie eine Zeittafel, die Stationen des antikolonialen Widerstandes skizziert.

1884 beim Soundcheck mit Dizzy Mandjeku, Badou M´Baye, Ange da Costa, Jonas Bibi Hammond, Cremildo de Caifaz, WERKSTATT DER KULTUREN, Berlin

ABOULAYE DIABETE

Abdoulaye Diabete (Balafon, Djembe, Gesang): Der Sänger und Gitarrist aus Mali entstammt ebenfalls einer der renommierten Griot-Familien. Er arbeitete für das weltberühmte ‚Ballet Koteba’ und das Frauenensemble ‚Go de Koteba’, bis er sich in New York niederließ. Dort leitete er die Super Mande Gruppe und spielte u.a. mit dem Jazzman Don Bryon, Peter Apfelbaum, Sean Noonan und den Bands ‚Source’ und ‚Fula Flute Ensemble’.

YORO M´BAYE

Yoro Mbaye (Sabar, Perkussion): Der senegalesische Perkussionist und Bassdrummer zeichnet sich als Filius einer Griot-Familie durch seine herausragende und wahrscheinlich in die Wiege gelegte Sensibilität im klangvollen Umgang mit dem Sabar (Trommelinstrument und senegalesischer Tanz zugleich) aus: Künstlerisch anspruchsvoll und vielfältig. Der Basstrommler war Mitglied der Gruppe GAAGNI, begleitete mit der Gruppe XALAAS die senegalesischen Festlichkeiten und lebt seit 2001 in Berlin, wo er als Tanz- und Trommellehrer tätig ist.

MARIAMU MORRIS 

(© Daniela Incoronato)

Mariamu Morris (Gesang): Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte die kenianische Sängerin bereits mit acht Jahren, um nach der Schule eine professionelle Musikerkarriere einzuschlagen. Zunächst ging es mit einer Bigband Ende der 1980er Jahre auf den Big Trip durch die Niederlande, Deutschland, Dänemark, Italien und Belgien. Anfang der 1990er folgte dann die Veröffentlichung ihres ersten Solo-Albums. Heute lebt und  arbeitet die wandlungsfähige und vielfältige Musikerin in Deutschland.

SOMETIMER KWAME GBEMU 

Sometimer Kwame Gbemu (Bass):Bereits in jungen Jahren übte sich der in Ghana geborene Somtimer Kwame Gbemu an Schlagzeug und Perkussion, studierte beide Instrumente an der ghanaischen Militär – „academy of music“ – um schließlich Bassgitarrist zu werden.

Im Laufe seiner Musikerkarriere spielte er in zahlreichen Formationen, insbesondere Highlife bzw. Burger Music. Dabei tourte er u.a. mit der Sasamasso Band durch die USA, mit der Gruppe Kantata Band sowie den Living Spirits als Bassist, Background-Sänger und Komponist durch Europa. Heute lebt Sometimer in Berlin, wo er der Band Black-Gravity vorsteht sowie seine eigene Produktionsfirma Ksgmusik unterhält.

EWURAFUA HAGEN BROWN

Ewurafua Hagen Brown (Gesang): Die leidenschaftliche Sängerin aus Ghana ist der Youngster des Projektes und widmet sich neben der Musik ihrem Medizinstudium in Deutschland.

Ewurfua Hagen Brown bei den Aufnahmen für das Album 1884, Berlin 2010

JOSEPH ODOGU 

Joseph Odogu (Hammond-/ Farfisa-Orgel, Bechstein Piano): Der nigerianische Keyboarder und Pianist entdeckte seine Passion für Instrumentalmusik bereits als Jüngling: Probierte sich an Schlagzeug und Bassgitarre, bis er schließlich an Klavier und Keyboard sitzen blieb. Beeindruckender Weise hat sich der Musiker sein Können als Autodidakt erarbeite.

Nach einem Zwischenstopp als Profi-Fußballer in Malaysia zog es den Instrumentalisten nach Deutschland, wo er seit 2004 als Keyboardspieler den Reichtum der Musikrichtungen Soul, R’n’B, Jazz und Pop ausschlachtet.

PHILADELPHIA 
Philadelphia Molebogeng Shayi (Gesang): Die gebürtige Südafrikanerin stand bereits auf den großen Bühnen der Welt. Südafrika, Mosambik, Tansania, Nigeria, England (wo sie auch zeitweise lebte), Deutschland, Japan, Südkorea, Indonesien und Singapur.

Sängerin Philadelphia bei 1884-Konzert, BIGSAS Festival for African and Afro-diasporic Literature, Bayreuth 2011 (© Daniela Incoronato)

Diese vielfältigen kulturellen Erfahrungen prägten ihre musikalischen Vorlieben. Heute arbeitet Philadelphia sowohl mit Künstlerinnen und Künstlern aus Südafrika als auch mit US-amerikanischen Musiker_innen. Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin, Songschreiberin und Vocalcoach arbeitete sie auch als Moderatorin und Radiosprecherin. Obwohl sie schon bei vielen Musikprojekten mitwirkte, ist das Projekt 1884 ihr besonders wichtig.

„Ein Projekt wie das 1884 Projekt war schon lange überfällig. Es ist die Weiterführung einer großen Bewegung, die die Geschichte und die Zukunft der Befreiung und Vereinigung des afrikanischen Kontinents geprägt hat und weiterhin prägen wird. Es ist Zeit für einen Neuanfang und es wäre schade, diesen zu verpassen!“

DANIEL „EL CONGO“ ALLEN

Daniel El Congo Allen bei 1884-Konzert, Werkstatt der Kulturen, 2011

Daniel „El Congo“ Allen (Trompete): der mit gebürtigem Namen Daniel „El Congo“ Allen Oberto heisst, fing bereits im Alter von neun Jahren an, Trompete zu spielen.

Klassischer Jazz, die Kunst der Improvisation sowie Experimente mit afrokubanischen und elektronischen Klängen zeichnen seinen Stil aus.

Er studierte am Konservatorium in Holguin und in Havanna und teilte die Bühne mit renommierten Künstlern wie Lauryn Hill, UB40, Sargento Garcia, Max Herre, Jean Paul, Marilyn Manson und Eric Clapton. Als Teil von Bands trat er, etwa mit Patrice, Shashamani, Kabu Kabu und Aloe Blacc, auf Festivals in ganz Europa auf, u. a. bei Rock am Ring, Sunsplash, Jazz à Juan (Frankreich) und dem Sudoeste-Festival (Portugal).

2006 begann seine Zusammenarbeit mit der Jimi Tenor Band: Sie tourten durch Europa und brachten 2008 das Album „4th Dimension“ heraus, 2009 folgte „Inspiration Information 4“ mit Jimi Tenor und Tony Allen. 2010 nahm El Congo Allen in Berlin das Album „1884“ auf. Seit 2011 bildet er gemeinsam mit Regis Molina das Duo „Machete Horns“.

LEE DODOU 

Lee Dodou (Gitarre): Der international renommierte Sänger aus Ghana und Pioneer der Burger Highlife Tradition, lebt heute in Berlin, wo er in Bands wie den ‚Livin Spirits’, ‚Tikiman Band’ und den ‚Bubba Jammeh’ spielt. Zusätzlich arbeitet er an seiner Solo-Karriere.

CHIHA

Chiha (Gesang): wurde in einer Oase der südtunesischen Sahara geboren. In ihrer Jugend fiel Chihas Talent auf und sie erhielt ein Stipendium für das Gesangs-Studium an der Nubat-Universität RASHIDIA in Tunis. Während  des Studiums entstand zuerst der Wunsch in ihr, unterschiedliche kulturelle Musiktraditionen zu verknüpfen.

Unter Mitwirkung des Berliner Schlagzeugers, Pianisten und Musikproduzenten Matthias Trippner (Shank, RAD, Groove Unlimited) entstand eine eigenwillige Mischung aus Arabisch- Andalusischer Tradition und aktuellen Trends in der Europäischen Tanzmusik, eine Arabische Popmusik-Version mit Drum’n’Bass, Jazz und House-Elementen.
Mit regelmäßigen Konzerten ist Chiha vor allem in Deutschland, Usbekistan, Frankreich, Japan, Lettland und Amerika bekannt geworden.

MC SIR PRYCE / MUK 

Mc Sir Pryce / Muk (Rap): Der Rapper ist auf Heroes zu hören.

Ausserdem am Album „1884“ mitgewirkt haben:

MARILUZ TELMARY 

(Gesang, Rap / Text): auf „Heroes“

ADAMA KIENOU

(Ngoni, Gesang)

THE BUKOM GROOVE SECTION

(Conga, Perkussion)

THE NUBIAN GROOVE SECTION

(Duff, Darbuka, Perkussion)

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„1884“, das sind 13 treibende Songs, ein umfangreiches Booklet mit Liedtexten in den afrikanischen Sprachen Fanti, Malinké, Pidgin, Swaheli, Lingala, Wolof, Zulu sowie in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch jeweils mit deutschen Übersetzungen, sowie eine Zeittafel, die Stationen des antikolonialen Widerstandes skizziert.

„1884“ ist für 15€ (zzgl. 3€ Porto) erhältlich bei:

 jonasbibihammond@googlemail.com

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„1884“ ist eine Produktion der

WERKSTATT DER KULTUREN

Künstlerische Gesamtleitung: Philippa Ebéné

Musikalische Leitung: Jonas „Bibi“ Hammond

Band Leitung: Abdourahmane Gilbert Diop

Wir danken für die Unterstützung von

:

* Griots sind Chronisten und Geschichtenerzähler, die als Musiker, Sänger und Tänzer wichtige Ereignisse im Leben der Menschen begleiten und traditionelles Wissen überliefern. Die unterhaltenden oder belehrenden Erzählungen werden dabei meist durch die Kora (21-saitige Stegharfe) und das Balafon (Holz-Xylophon) unterlegt.

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