Musiker

Jonas Bibi Hammond

Jonas Bibi Hammond, (Gesang, Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboards, EFX, Orchestrierung): Der Schlagzeuger und Bassgitarrist wurde in Ghana als Kind einer Politikerfamilie geboren. International unterwegs (Westafrika, Großbritannien, Arabien), produzierte er u.a. den legendären Godfather of Numbian Music Ali Hassan Kuban und die sudanesische Henna Queen Setona, Guy Warren und dessen Sohn Glenn Ghanababa Waren. Heute lebt der Komponist, Produzent, Arrangeur und (Jazz-)Musiker in Berlin, wo er mit Andy Quist das Zaria Music-Label betreibt. Gemeinsam verlegen die Beiden R’n’B, Jazz, Soul, Pop, Filmmusik und afrikanischen Crossover. Außerdem kuratiert er die MigrationMusic Reihe in der Werkstatt der Kulturen und arbeitet an einer Serie von Soundtracks für deutsche Dokumentarfilme.

A. Gilbert Diop

Abdourahmane Gilbert Diop (Gesang, Text): Der Doyen der afrikanischen Musikszene Berlins stammt aus einer der bedeutendsten Griot-Familien* des Senegals. Seit über 25 Jahren lebt er in Europa und arbeitet als Sänger, Schauspieler, Komponist, Perkussionist und Bandleader. Neben Engagements an der Schaubühne, dem Theater des Westens und der Komischen Oper in Berlin, wo er als Komponist und Musiker arbeitete, gibt er immer wieder Konzerte in Frankreich, der Schweiz, Italien und den USA. Abdourahmane Gilbert Diop mixt und verarbeitet europäische Großstadtrhythmen mit Funk, Jazz, Afro-Beat, Salsa und natürlich dem senegalesischen Mbalax. Im Oktober 2006 gewann er beim Festival des Jazz Award Berlin die ‚Ella’. Im Juni 2007 wurde er mit dem Europäischen Förderpreis für Musik und Friedenskultur geehrt. Abdourahmane Gilbert Diop ist zwischenzeitlich verstorben.

Cremildo de Caifaz

Cremildo de Caifaz (E-Gitarre): Mit seiner ganz eigenen Spiel- und Fingertechnik zuerst skeptisch beargwöhnt, ist es genau diese Unkonventionalität, die dem mosambikanischen Musiker letztlich den Durchbruch und Auftritte als Lead-Gitarrist bei den ganz Großen der südafrikanischen Musikszene einbrachte. So gab er sich u.a. die Ehre mit Simphiwe Dana „Makwehru“ und Virginia Mukwesha. Derzeit arbeitet der Wahlberliner Gitarrist und Komponist an seinem Solo-Album „Ciconia – Ciconia“ (z. Dt.: Weißstorch), das im Mai erscheint. Eine musikalische Verarbeitung seiner (Reise-) Erfahrungen von Mosambik, durch den Süden Afrikas entlang der Küste bis nach Deutschland. 

Elias Kacomanolis

Elias Kacomanolis (Schlagzeug): Afrikanische und kubanische Klänge haben das Leben des gebürtigen Mosambikaner seit seiner Kindheit begleitet. Auch nach Portugal, wo es ihn aus bildungstechnischen Gründen zog. Seit über 20 Jahren ist der Schlagzeuger und Percussionist nun auf den Bühnen der Welt unterwegs und durch seine afro-kubanische Drummelange als großartiger Sessionplayer und Performer bekannt.

Dizzy Mandjeku

Dizzy Mandjeku (E-Gitarre): Der kongolesische Gitarist, Bandleader, Frontmann – oder einfach nur die Jazzlegende. Dizzy Mandjeku hat in der Vergangenheit bereits einige der ehemaligen OK Jazz Musiker in verschiedenen Konstellationen in seiner Brüsseler Wahlheimat zusammengebracht und somit wieder zum jazzen erweckt. Mit seiner Band Odemba OK All Stars bereiste er England, wo er u. a. mit Martin Sinnock auftrat.

Peter Campbell


(Bass) 1953 – 2011 Der Bassist und Komponist Peter Campbell ist überraschend von uns gegangen.

Peter Campbell, auch Mamgor genannt, mischte originäre Klänge aus Gambia mit experimentellen Tunes – und kreierte dabei seinen ganz eigenen Style. Anfangs noch zweigleisig auf Keyboard und Gitarre fahrend, hatte er sich spätestens seit seinem Umzug nach Berlin in den späten 80er Jahren ganz in die Bassgitarre verliebt, wo er u.a. im Rahmen der Gruppe Banjulos-Band aktiv war. Für 1884 komponierte der Bassist das Lied „Lat-Dior Diop (Waxon Nako)“. Wir werden ihn als humorvollen, sensiblen, herausragenden Künstler und in jeder Hinsicht feinen Menschen in Erinnerung behalten.

Rest in peace Peter. We thank you for your music.

Ange da Costa

Ange da Costa (Gesang): ‚Soulphisticated’- das ist die perfekte Beschreibung für die vielschichtige Musik des gebürtigen Angolaner. In Deutschland aufgewachsen, in London und Paris studiert – die Musik des Wahlberliners ist genauso kosmopolitisch wie er selbst. Leicht und unbekümmert, nachdenklich und tiefgängig. Eine einzigartige Fusion aus afrikanischer Melodie und afroamerikanischem Soul. Ob auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Lingala – Sprache und Gesang verschmelzen bei diesem Sänger, als sei es „the most natural thing”.

Regis Molina

Regis Molina (Flöte, Keyboard Pads, Saxophon, Perkussion): Der preisgekrönte und international renommierte Komponist, Saxophonist, Flötist, Perkussionist und Improvisator stammt ursprünglich aus Havanna, Kuba. Durch seine leidenschaftliche Begeisterung für afro-kubanische Klänge und Modern Jazz ist der Wahlberliner heute ein aktives Mitglied der Berliner Musikszene. Zu seinen Bühnenerfahrungen zählen u.a. Auftritte mit etablierten Größen der internationalen Jazz-Szene wie Chucho Valdés, Estrellas del Buena Vista Social Club und Afrocuban All Stars, Duquende, Kelvin Sholar, Jeff „Tain“ Watts, Till Brönner, Birelli Lagrene, David Gilmore, Celine Rudolph, Peter Weniger, Jazz Plaza Big Band, Ojos de Brujo, Horace Andy und the Wailers.

Preisgekrönt u.a. mit einem zweiten Platz beim internationalen JoJazz Awards 2004, einem ersten Platz im Folgejahr und einem Zweiten für Komposition (2005); Gewinner des Berlin Blues und Jazz Award 2007 und des Juno Awards 2008.

Badou M’baye

Badou Mbaye (Djembe, Talking Drum): Der Sänger, Tänzer und Drummer stammt aus einer der berühmten Griot-Familien* des Senegals und ist somit bereits seit der frühesten Kindheit ins Rhythmusbad getaucht. Seit 1992 lebt er als erfahrener Tanz- und Trommellehrer in Berlin, begleitet (internationale) Workshops und Theaterprojekte. 2002 gründete er die (Ableger-)Gruppe XALAAS in Deutschland.

Fily Sako

Djelifily Sako, (Kora), der malische Kora-Flüsterer und Sprössling einer Musiker- und Griotfamilie lebt heute in Berlin, wo er traditionelle Musik mit modernen Einflüssen zu jazzigen Klängen verarbeitet. Durch seine ganz eigene Art des Musizierens verzaubert er das Publikum in In- und Ausland.

Solo Sow

Solo Sow (Gesang): Der international erfahrene und multitalentierte Guineer lebt seit über 20 Jahren in Berlin, wo er als Komponist, Sänger, Trompeter und Perkussionist aktiv ist. Er spielte im Haus der Kulturen der Welt und auf dem Karneval der Kulturen, war Mitglied der Gruppen LES TONTONS und der Reggae-Truppe Foo Fannick, trat mit der Sängerin Oumou Sangare aus Mali auf, wirkte bei Musikvideos für MTV mit und arbeitete als Synchronsprecher. 1999 gründete Solo Sow die Band KONKOBÁ, mit der er seitdem auf vielen nationalen und internationalen Festivals zu sehen war und ist. Seine musische Inspiration entnimmt er vor allem den Musikrichtungen HipHop, Dancefloor, House, African Traditionals, Reggae, Dancehall und R’n’B.

Abdoulaye Diabete (Balafon, Djembe, Gesang): Der Sänger und Gitarrist aus Mali entstammt ebenfalls einer der renommierten Griot-Familien. Er arbeitete für das weltberühmte ‚Ballet Koteba’ und das Frauenensemble ‚Go de Koteba’, bis er sich in New York niederließ. Dort leitete er die Super Mande Gruppe und spielte u.a. mit dem Jazzman Don Bryon, Peter Apfelbaum, Sean Noonan und den Bands ‚Source’ und ‚Fula Flute Ensemble’.

Yoro M’baye

Yoro Mbaye (Sabar, Perkussion): Der senegalesische Perkussionist und Bassdrummer zeichnet sich als Filius einer Griot-Familie durch seine herausragende und wahrscheinlich in die Wiege gelegte Sensibilität im klangvollen Umgang mit dem Sabar (Trommelinstrument und senegalesischer Tanz zugleich) aus: Künstlerisch anspruchsvoll und vielfältig. Der Basstrommler war Mitglied der Gruppe GAAGNI, begleitete mit der Gruppe XALAAS die senegalesischen Festlichkeiten und lebt seit 2001 in Berlin, wo er als Tanz- und Trommellehrer tätig ist.

Mariamu Morris

Mariamu Morris (Gesang): Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte die kenianische Sängerin bereits mit acht Jahren, um nach der Schule eine professionelle Musikerkarriere einzuschlagen. Zunächst ging es mit einer Bigband Ende der 1980er Jahre auf den Big Trip durch die Niederlande, Deutschland, Dänemark, Italien und Belgien. Anfang der 1990er folgte dann die Veröffentlichung ihres ersten Solo-Albums. Heute lebt und  arbeitet die wandlungsfähige und vielfältige Musikerin in Deutschland.

Sometimer Kwame Gbemu

Sometimer Kwame Gbemu (Bass): Bereits in jungen Jahren übte sich der in Ghana geborene Somtimer Kwame Gbemu an Schlagzeug und Perkussion, studierte beide Instrumente an der ghanaischen Militär – „academy of music“ – um schließlich Bassgitarrist zu werden. Im Laufe seiner Musikerkarriere spielte er in zahlreichen Formationen, insbesondere Highlife bzw. Burger Music. Dabei tourte er u.a. mit der Sasamasso Band durch die USA, mit der Gruppe Kantata Band sowie den Living Spirits als Bassist, Background-Sänger und Komponist durch Europa. Heute lebt Sometimer in Berlin, wo er der Band Black-Gravity vorsteht sowie seine eigene Produktionsfirma Ksgmusik unterhält.

Ewurafua Hagan Brown

Ewurafua Hagan – Brown (Gesang): Die leidenschaftliche Sängerin aus Ghana ist der Youngster des Projektes und widmet sich neben ihrer musikalischen Hingabe ihrem Medizinstudium in Deutschland.

Joseph Odogu

Joseph Odogu (Hammond-/ Farfisa-Orgel, Bechstein Piano): Der nigerianische Keyboarder und Pianist entdeckte seine Passion für Instrumentalmusik bereits als Jüngling: Probierte sich an Schlagzeug und Bassgitarre, bis er schließlich an Klavier und Keyboard sitzen blieb. Beeindruckender Weise hat sich der Musiker sein Können als Autodidakt erarbeite. Nach einem Zwischenstopp als Profi-Fußballer in Malaysia zog es den Instrumentalisten nach Deutschland, wo er seit 2004 als Keyboardspieler den Reichtum der Musikrichtungen Soul, R’n’B, Jazz und Pop ausschlachtet.

Philadelphia 

Philadelphia Molebogeng Shayi (Gesang): Die gebürtige Südafrikanerin stand bereits auf den großen Bühnen der Welt. Südafrika, Mosambik, Tansania, Nigeria, England (wo sie auch zeitweise lebte), Deutschland, Japan, Südkorea, Indonesien und Singapur. Diese vielfältigen kulturellen Erfahrungen prägten ihre musikalischen Vorlieben. Heute arbeitet Philadelphia sowohl mit Künstlerinnen und Künstlern aus Südafrika als auch mit US-amerikanischen MusikerInnen. Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin, Songschreiberin und Vocalcoach arbeitete sie auch als Moderatorin und Radiosprecherin. Obwohl sie schon bei vielen Musikprojekten mitwirkte, ist das Projekt 1884 ihr besonders wichtig. „Ein Projekt wie das 1884 Projekt war schon lange überfällig. Es ist die Weiterführung einer großen Bewegung, die die Geschichte und die Zukunft der Befreiung und Vereinigung des afrikanischen Kontinents geprägt hat und weiterhin prägen wird. Es ist Zeit für einen Neuanfang und es wäre schade, diesen zu verpassen!“

Lee Dodou

Lee Dodou (Gitarre): Der international renommierte Sänger aus Ghana und Pioneer der Burger Highlife Tradition, lebt heute in Berlin, wo er in Bands wie den ‚Livin Spirits’, ‚Tikiman Band’ und den ‚Bubba Jammeh’ spielt. Zusätzlich arbeitet er an seiner Solo-Karriere.

Daniel „El Congo“ Allen

Daniel (El Congo) Allen (Trompete): Der kubanische Trompeter und Percussionist mixt Afro-Beats mit Jazz und Latin Sounds.

Chiha

Chiha (Gesang): Die tunesische Sängerin experimentiert mit traditionellen arabischen Klängen und europäischen Sounds. In ihren Texten verarbeitet sie Liebes- und Kulturkonflikte.

Mc Sir Pryce / Muk

Mc Sir Pryce / Muk (Rap): Der kongolesische Rapper des Projektes.

Außerdem haben musikalisch an 1884 mitgewirkt:

Mariluz Telmary (Gesang, Text): Die kubanische Rapperin des Projektes.

Adama Kienou (Ngoni, Gesang) |The Bukom Groove Section (Conga, Perkussion). | The Nubian Groove Section (Duff, Darbuka, Perkussion).

* Griots sind Chronisten und Geschichtenerzähler, die als Musiker, Sänger und Tänzer wichtige Ereignisse im Leben der Menschen begleiten und traditionelles Wissen überliefern. Die unterhaltenden oder belehrenden Erzählungen werden dabei meist durch die Kora (21-saitige Stegharfe) und das Balafon (Holz-Xylophon) unterlegt.

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